Andacht zum 14. Januar 2017: Sei ein Esel!

Guten Morgen,
ist ihnen schon aufgefallen, dass man heute kaum mehr jemand als „dummen Esel“ beschimpft? Früher dachte man, ein Esel ist zu blöd um zu kapieren, was er machen soll, und ist deshalb so störrisch. Inzwischen hat man herausgefunden: Der Esel ist ein hochintelligentes und sensibles Tier – das gute Gründe und hat weshalb es auf stur schaltet: Der Esel sieht keinen Sinn in dem, was wir vorhaben, oder ahnt viel eher als sein Besitzer die Gefahr, die auf dem Weg droht.
Sogar in der Bibel gibt es eine Geschichte, in der die Sturheit einer Eselin ihrem Herrn das Leben rettet: Die hat gespürt, dass er etwas Verhängnisvolles plant und hat einfach keinen Huf mehr vor den anderen gesetzt. Das hat ihr zunächst wilde Beschimpfungen, aber später große Dankbarkeit eingebracht.
Wenn man das so betrachtet, wäre ich auch gerne öfter ein Esel. Einer der schlau genug ist, zu spüren wo etwas falschläuft – und dann eben nicht mehr mitspielt. Auch wenn sie dann alle schimpfen und mich für störrisch und dumm halten …. Ich weiß ja, wie die Geschichte mit dem Esel in der Bibel ausgegangen ist.

Andacht zum 11. Januar 2017: Blaise Pascal und das Glück

Guten Morgen,
der Wissenschaftler und Philosoph Blaise Pascal hat einmal gesagt: Wir Menschen suchen immer das Glück in der Zukunft. Wir überlegen, was wir noch alles tun oder erreichen müssen, um dann irgendwann in der Zukunft glücklich zu sein. Damit jagen wir dem Glück immer nach, ohne es jemals im Leben zu erreichen. Weil wir das Glück planen, statt es zu zu erleben.
Denn um glücklich zu sein, muss man in der Gegenwart suchen. Das Glück des Moments erleben. Entdecken, was mich jetzt glücklich macht.
Diese Gedanken von Blaise Pascal sind schon über 300 Jahre alt – anscheinend haben wir Menschen uns da gar nicht so sehr verändert. Auch heute ertappe ich mich dabei. Zum Beispiel, wenn dass ich unseren Urlaub plane – als die wunderbaren entspannten 2 Wochen im August. Und glatt übersehe ich, dass ich gerade jetzt auch ein bisschen langsamer machen könnte – den Moment genießen – einfach so! –
Danke, lieber Blaise Pascal, dass sie mich daran erinnert haben.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Andacht zum 7. Januar 2017: Auf der richtigen Seite

Guten Morgen,
manchmal hätte ich wirklich Lust, aufzugeben. Nicht mehr dauernd gegen die ganzen unsinnigen und herzlosen Meinungen anzukämpfen, die mir immer wieder begegnen. Wenn eine Bekannte auf Facebook irgendeine hetzerische Unwahrheit teilt – soll ich dazu Stellung nehmen und zu diskutieren beginnen? Ich weiß ja, wie anstrengend das ist und ich mache sie mir damit nicht unbedingt zur Freundin.
Wäre es nicht viel einfacher, es sein zu lassen? Vielleicht sogar mal ein “gefällt mir” klicken, das fände sie bestimmt toll? Das Sofa in der Ecke der Hetzer ist warm und gemütlich: Mann kann alles kritisieren und muss ja selber nichts besser machen. Manchmal kann man diese Leute fast beneiden.
In den Psalmen hat einer geschrieben: “ich will lieber die Tür hüten am Haus meines Gottes, als in der gottlosen Hütte wohnen.”
Da hat sich einer entschieden: Lieber auf der richtigen Seite stehen, auch wenn dort der Wind kalt um die Ecke pfeift. Auf der falschen Seite erscheint das Leben zwar einfacher, aber eigentlich weiß ich ja: Auf dem kuscheligen Seite der Verständnis- und Herzlosen hätte ich weniger Streß und müsste mich weniger ärgern – aber ich würde nicht glücklich werden – einfach weil es für mich die falsche Seite ist.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen