Andacht zum 19. August 2017: Powerbank

Guten Morgen
Haben sie auch so eine Powerbank, um unterwegs das Smartphone aufzuladen? Oder sollte ich lieber fragen, wie viele Powerbanks sie besitzen?
Eine in der Handtasche, eine neben dem Schlüsselbrett, eine im Handschuhfach des Autos. So sind die handlichen Enegiespender überall in der Nähe, falls einem mal der Saft ausgeht.
Als ich so 11 Jahre alt war, habe ich immer so eine kleine Gideonbibel in der Hosentasche gehabt. Überall ging die mit. In die Schule und beim Herumstromern im Wald. Das war für mich irgendwie auch so eine Art Powerbank: Für alle Fälle habe ich die kleine Bibel dabei – und damit ja auch irgendwie Gott – da muss ich keine Angst haben.
Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass das auch ohne Bibel in der Hosentasche geht. Weil Gott auch so immer da ist. Ich muss es mir bloß immer wieder selbst bewusst machen: Gott ist bei mir. Gerade in den Momenten, in denen ich mich schwach und machtlos fühle, ist er meine Powerbank – meine persönliche Kraftquelle.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Andacht zum 12. August 2017: Kollege Hirnheiner

Guten Morgen
Haben Sie im Kollegenkreis auch so einen totalen Vollpfosten? So einen Oberkasper, der sich einbildet, er wäre der Hellste hier am Start, und jeder, der ihn etwas näher kennenlernt, spürt: Das ist so ein Hirnheiner … blöd, wie die Nacht dunkel! Aber gleichzeitig arrogant, dass alles zu spät ist. Ein Gschaftelhuber, wie er im Buche steht.
Ja, kennen Sie den? Dann freuen Sie sich: Den muss Gott Ihnen geschenkt haben. Genau für SIE! Denn er hat erkannt, dass Sie das mit der Nächstenliebe schon ziemlich gut hinbekommen. Und darum wird es Zeit, dass Sie die nächste Herausforderung erhalten: Nämlich die zu lieben, die keiner liebhaben will.
Jesus hat es vorgemacht: Mit Zöllnern und Sündern. Für Sie hat er jetzt diesen unmöglichen Kollegen ausgesucht. – Eine Herausforderung – wirklich kein Kinderspiel – es gibt Menschen, bei denen es wirklich ganz schwer ist, sich vozustellen, dass man die lieb haben und akzeptieren kann.
Aber wie sagte Jesus? Wenn ihr nur liebt, die euch lieben, dafür braucht ihr keinen Dank erwarten. Ihr aber sollt eure Feinde lieben und den Menschen Gutes tun – so seid ihr Kinder des Allerhöchsten.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Andacht zum 5. August 2017: Kaffee aus dem Katzenklo

Guten Morgen
Der wohl teuerste Kaffee der Welt ist der Kopi Lowak. Seine Besonderheit liegt darin, dass seine Bohnen von Schleichkatzen gefressen, und unverdaut wieder ausgeschieden wurden. Seinen einmaligen Geschmack bekommt er durch die Verdauungsenzyme dieser Katzenrasse. Sozusagen Kaffee aus dem Katzenklo.
Ich habe mir überlegt, wie das wäre, so eine Kaffebohne zu sein. Da hast du dich schon lange drauf gefreut, irgendwann vom fröhlichen Kaffeebauern gepflückt zu werden … und dann frisst dich die Katz! Wirst runtergeschluckt, wanderst durch den Magen und Darm, das volle Programm – so ein Scheiß – und landest auf einem stinkenden Häufchen im Katzenklo. So ein Mist.
Aber wir wissen ja, wie es weitergeht: Es kommen in paar aufmerksame Hände, die das Besondere in diesem Haufen entdecken – und ein paar Arbeitsschritte später wird aus dem scheinbar geplatzten Traum der Kaffeebohne – die wertvollste Kaffeemischung unseres Planeten.
Ja. Liebe Kaffebohnen, vergesst nicht: Wenn ihr denkt, jetzt ist alles für die Katz – gebt nicht auf – am Ende des langen Katzendarms könnte es noch mal ganz anders kommen, als gedacht.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen