Plötzlich alles in Farbe! Andacht zum 11. Dezember 2021

Plötzlich alles in Farbe! Andacht zum 11. Dezember 2021

Schon seit 2 Stunden fahren wir durch diesen nebligen Morgen in Richtung Süden. Mit Freunden sind wir zum Wandern in den Bergen verabredet. Aber in dieser trüben Nebelsuppe kommt da keine rechte Vorfreude auf. Trotz Sitzheizung fröstelt einem beim Blick durch die Autoscheibe. Wenn wir das nicht fest mit den Freunden ausgemacht hätten, ich glaube, ich wäre schon längst auf dem Rückweg ins fränkische Wohnzimmer.

Aber dann passiert es: Von jetzt auf gleich! Völlig ohne Vorwarnung endet die Nebelwand und plötzlich sehen wir wieder Farben statt nur grau. Die Sonne strahlt, und der Blick reicht bis zum Horizont mit leicht bezuckerten Gipfeln der Ammergauer Alpen.
Hammer! Als hätte jemand einen Hebel innerhalb von drei Sekunden umgelegt, und wir fahren durch eine ganz andere Welt.

Manchmal reden wir ja vom “Licht am Ende des Tunnels”, das so langsam näher kommt.  Ich habe jetzt gelernt: Manchmal ist vom Licht im Tunnel überhaupt noch nichts zu sehen – und man fragt sich, ob denn das alles wirklich einen Sinn hat. Aber dann kommt er doch: Dieser Moment, wo sich das ganze Dunkel und Grau von jetzt auf gleich auflöst – dir kommt es vor wie ein Wunder – plötzlich ist wieder Farbe im Leben – die Sonne strahlt, und der Blick weitet sich bis zum Horizont.

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