Elisabeth: Ein fremder Mann im Ehebett – Andacht zum 21. November 2020

Es wird erzählt, dass Ludwig auf einer Dienstreise war, als ihn seine Mutter informierte: Daheim bei euch im Ehebett liegt ein fremder Mann! Ich habe dich schon immer vor Elisabeth gewarnt. Komm schnell zurück und sorge für klare Verhältnisse!

So beginnt eine Legende über das Leben von Elisabeth von Thüringen. Ihre vermeintliche Affäre war in Wirklichkeit ein schwerkranker Mann, den sie aus Platzgründen im Schlafzimmer ihres Schlosses gepflegt hatte.

Wie das mit dem Mann im Bett weitergegangen ist, können Sie ja selber mal googeln. Die Gräfin Elisabeth von Thüringen beeindruckt mich, weil sie keine Charity-Lady, war, die von ihrem Reichtum ein bisschen was abgibt, und sich dafür feiern lässt.

Elisabeth hat sich selber nichts gegönnt, auch immer wieder ihre eigenen Schmuckstücke und Teile ihres Eigentums verkauft, um den Armen und Kranken zu helfen. Das hat sie ihr Leben lang weitergeführt – gegen allen Widerstand der adligen Verwandtschaft. Gedankt haben ihr das nur wenige – aber das war ihr egal. Sie wollte einfach für Andere da sein – und damit ist sie vielen Menschen auch nach fast 800 Jahren immer noch ein Begriff.

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