Andacht zum 12-März 2016: Mit einer Handbewegung glücklich gemacht

Guten Morgen,

Marlene war spät dran, und darum kam sie mit Trolly und Reisetasche erst um 17:55 Uhr am Bahnsteig des Hauptbahnhofes an. Genau in diesem Moment schlossen sich vor ihren verzweifelten Augen die Türen des ICE nach Düsseldorf. Der vorwurfsvolle Blick des Schaffners auf dem Bahnsteig war eindeutig: “Lady – das war zu spät” – kraftlos ließ sie ihre Reisetasche auf den Boden sinken. Mist!

Moment, der Zug fährt ja noch gar nicht los, sondern die Türen gehen nochmal auf. Marlene zerrt ihr Gepäck in den Wagon, und ein paar Sekunden später setzt sich der ICE in Bewegung. Sie hat nicht mal mehr die Chance “danke” zu sagen.

Da hat der gute Mann von der Bahn offenbar einen richtig guten Tag gehabt. Mit einem kleinen Wink zum Zugführer hat er Marlene richtig glücklich gemacht. Sie saß dann neben mir, und hat mir die ganze Story freudestrahlend und erleichtert erzählt.

So einfach kann man einen Menschen glücklich machen.
Einfach mal ein Auge zudrücken, Nachsicht üben, ein fränkisches “passt scho”, nicht immer auf seinem Recht beharren. – Das kostet nichts, aber macht oft einen Mitmenschen glücklich, mehr, als wir es je erahnen.

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