Andacht zum 9. Juni 2018: Äpfel und Birnen

Guten Morgen, würden sie einen Apfel kaufen, der nach Birne schmeckt?
Also ich bräuchte den nicht. Denn wenn ich Lust auf Birnenaroma habe, dann kaufe ich halt eine Birne – da weiß ich, woran ich bin.
Ich habe den Eindruck, dass im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder mal unser Glaube so ein Apfel mit Birnengeschmack war. Wo unser Glaube nicht mehr nach dem geschmeckt hat, was er eigentlich ist.
Als man auf Kreuzzügen über Leichen ging, um sich Macht und Einfluss zu sichern. Als Kirche meinte, in Namen Gottes Frauen als Hexen verfolgen zu müssen. Oder wie Jesus von den Nazis als Ideal des aufrechten Deutschen angesehen wurde.
Überall wurde unser Glaube als etwas anderes verkauft, als er er eigentlich war.
Und jetzt sollen in unseren Ämtern Kreuze als Zeichen der bayerischen Lebensart hängen! Schmeckt Jesus neuerdings nach Weißwurst und Lederhose?
Jesu war kein Bajuware und nie auf dem Oktoberfest. Aber er redet von der Liebe Gottes zu uns – und ruft uns auf, dem Nächsten beizustehen, seine Feinde zu Lieben und wenn man auf die rechte Backe geschlagen wird, auch die Linke hinzuhalten. Dafür steht das Kreuz egal, wo es hängt – für nichts anders!
Und wenn in bayerischen Amtsstuben nach Jesu Maßstäben gehandelt würde, dann wäre da ja auch nichts einzuwenden.

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