Andacht zum 9. April 2016: Das Elektro-Küken

Guten Morgen,
zu unserer Osterdekoration daheim gehört ein etwas außergewöhnliches Spielzeug: Ein kleines, gelbes flauschiges Küken. Wenn man sich das auf die Hand setzt, fängt es herzzerreißend an zu piepsen: piep piep piep piep.
Das rührt einen richtig an – ich schalte im Kopf sofort in so einen “Bemutterungsmodus” und will es streichleln und betüteln. Eigentlich ärgert es mich total, dass ich auf dieses erlektronische Piepesen so anspringe und sofort fürsorgliche Gefühle für ein elektronisches Spielzeug entwickle. Fast schon peinlich …
Auf der anderen Seite denke ich: Lieber so als andersrum.
Wie schlimm wäre es, wenn ich nicht mehr fähig wäre, menschliche Regungen wie Fürsorge, Mitgefühl und Zärtlichkeit zu verspüren? Wenn mich ein winselnder Hund, weinende Kinder und leidende Menschen kalt lassen würden?
Nein das wäre nicht mein Leben – da nehme ich lieber in Kauf, dass ich bei so einem kitschigen Spielzeugküken meine Behüterinstikte etwas kontrollieren muss.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen.

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