Andacht zum 7. Juli 2020: Nur ein bisschen daneben?

Eigentlich wollte ich ja nur schnell ein Foto ausdrucken – da fällt mir auf: Oh Mann, da habe ich die Kamera ja total schräg gehalten! Wo hab ich denn da meine Augen gehabt?

Wie gut, dass es Programme gibt, mit denen man das Bild wieder zurechtrücken kann … also probiere ich es aus … und stelle fest: Ich muss es nur um EIN Grad gegen den Urzeigersinn drehen, dann passt es!

Ein läppisches Grad! Das ist doch eigentlich nichts! 360 Grad hat der Kreis – und bei einem winzigen Grädchen hat man schon den Eindruck: Es ist alles schief, und nichts passt mehr.
Manchmal kennt das Leben eben keine Toleranzen. Dann ist eben bisschen schräg eben schon viel zu schräg. Manchmal ist ein bisschen gelogen eben ganz und gar nicht mehr die Wahrheit. Der winzige Klapps auf den Po der Kollegin ist dann keine Kleinigkeit, sondern eine eben eine 100%ige Beleidigung.

Das kleine Bisschen – ist eben manchmal das Bisschen zuviel. Ja, Geradlinigkeit ist nicht nur bei Fotografieren ein enorm hoher Anspruch – sondern besonders im täglichen Leben.

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