Andacht zum 11. Juli 2020: Der besondere Duft entsteht langsam

Der Regen der letzten Woche hat der Kräuterecke in unserem Garten einen enormen Wachtumsschub beschert.

Da muss ich dann schon mal hin, und schnuppern. Bei Colakraut schießt mir der bekannte Duft sofort in die Nase. Beim Thymian brauche ich nur sanft drüberstreicheln und schon riecht die ganze Hand nach Griechenland.
Beim Salbei und beim Waldmeister ist das anders. Da muss man schon länger die Blätter zwischen den Fingern reiben und rubbeln …. Und wer sich Zeit nimmt, der kann erleben, wie sich der Duft immer stärker entfaltet. Und je länger man reibt, umso differenzierter kann man wahrnehmen, dass es da an unterschiedlichen Duftnuancen gibt.

Ob Martin Luther das auch manchmal gemacht hat? Er sagte einmal: Die Bibel ist wie ein Kräutlein, je mehr man daran reibt, umso mehr duftet es.

Da ist was dran: Bei manchen biblischen Geschichten und einzelnen Versen entdeckt man mit der Zeit immer neue Aspekte. Einfach immer wieder mal hineinschnuppern in dieses alte Buch und entdecken – dass so mancher Satz, den man schon zehn mal gehört hat, beim elften mal ganz neue Gedanken in mir wachruft.

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