Andacht zum 4. April 2020: Mit-Fühlen

Langsam drückt Fiona mit der Spitze des Brieföffners immer stärker auf ihren Handrücken. Die Haut bildet eine tiefe Delle – dann erhöht sie den Druck, die Spitze bohrt tiefer in die Haut der Schmerz wird immer stärker … unbewusst beißt sie sich auf die Lippe
Na! Hat es bei ihnen auch schon wehgetan, allein beim Zuhören. Keine Sorge, sie können wieder entspannen – ich wollte bloß mal ausprobieren, ob es ihnen auch so geht. Denn wir Menschen haben die Fähigkeit, selber Schmerz zu mit-zu-empfinden, den wir bei anderen sehen.

Komisch, dass wir das können – was hat sich da unser Schöpfer bloß dabei gedacht? Wahrscheinlich wollte er, dass wir mit-fühlende Wesen sind, die das Leid der Anderen nachempfinden können. Ich denke, wir sollten dieses Talent auch nutzen. Mitfühlen, uns in den anderen einfühlen und dann einander beistehen, wenn es jemanden schlecht geht.Nur mit der Schulter zucken und weitergehen – dafür sind wir Menschen eigentlich nicht gemacht.

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