Andacht zum 3. September: Im Schein der Taschenlampe

Guten Morgen
schon wieder war da so ein blöder Wasserfleck an der Decke! Immer wenns länger geregnet hatte, tauchte der auf. Irgendwas stimmte da nicht an unserem Dach nicht.
Also bin ich dann doch einmal unters Dach gekrabbelt und habe nach der Ursache gesucht. Zunächst habe ich da im trüben Licht der Dachbodenlampe nichts gefunden. Erst, als ich dann mit einer hellen Taschenlampe noch mal hoch bin, habe ich erkennen können, wo sich das Holz durch die Feuchtigkeit dunkel verfärbt hatte. Dann war es auch kein Kunststück mehr, die undichte Ritze im Dach zu finden.
Ja, manchmal reicht das schnelle Drüberschauen um Halbdunkel nichts. Da muss man das ganze mal im ehrlichen hellen Licht anschauen.
Beim Dach ist das nicht so schwer. Bei den dunklen, defekten, modrigen Stellen in mir selber – in meinem Denken, in meiner Seele – ist das schon schwieriger. Bei meinen eigenen Lieblings-Schwächen möchte ich gerne nicht so genau hinschauen, lieber keine Taschenlampe anschalten. Ich weiß ja, dass da was ist … aber so genau will ichs dann doch nicht wahrhaben. Dann moderts halt weiter! Besser wirds meistens nicht – eher schlechter – so ein innerer Dachschaden. Manchmal braucht man da ganz schön viel Mut, um mal genau mal bei sich selber nachzusehen, und zu schauen, dass man Dinge in Ordnung bringt, wo es schon länger nicht passt .
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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