Andacht zum 20. September 2016 : Die Traube – Sich von Überflüssigem trennen

Guten Morgen
Bei uns in Franken kommt die Weinlese so gerade in Schwung. Wenn man sich jetzt die Trauben in den Weinbergen anschaut, ist das schon beachtlich, was so ein knorriger alter Weinstock alles hervorbringt. Da ist ja eigentlich nicht viel dran: Ein paar Blätter, wenige Äste -und so prächtige, volle Weinreben. In den Monaten zuvor ist der Winzer immer wieder durch den Weinberg gegangen und hat alles Überflüssige weggeschnitten. Er weiß, das die vielen Blätter und Ästchen drumherum zwar schön aussehen, aber die Trauben eher schwächt, als ihnen etwas bringt.
Da kann ich schon verstehen, dass Jesus einmal die Menschen mit Weinreben verglichen hat. Er sagte: Es ist ganz wenig, was ihr zum guten Leben braucht. Und vieles von dem, womit ihr euer Leben schmückt, ist eigentlich nur kraftraubender Ballast. Ich bin der Weinstock, den ihr braucht, der euch die Kraft zum Leben schenkt. Beim den übrigen Dingen, könnt ihr auf mehr verzichten, als ihr denkt – und werdet dadurch mehr gewinnen als verlieren.
Aber ehrlich: So sehr mir das auch einleuchtet: Bis ich mal den Mut habe, mich von Überflüssigen zu trennen, ist das schon immer ein verflixt langer Weg.

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