Andacht zum 3. Dezember 2016: Offene Ohren haben

Guten Morgen

Warum sagen wir manchmal, dass jemand “ein offenes Ohr” für eine Angelegenheit hat? Denn eigentlich sind die menschlichen Ohren immer offen. Wir können sie nicht verschließen. Mund und Augen kann ich zuklappen – die Ohren haben da nichts.
Das Problem ist ja eher, dass Dinge von einem Ohr hinein und zum anderen wieder hinausgehen. Ein Wissenschaftler will festgestellt haben, dass wir Männer beim Zeitung lesen zwar die Stimme unserer Partnerin hören – gegenenfalls nicken oder “ja” sagen, aber letztlich nichts von dem mitbekommen, was sie eigentlich erzählt hat.
Sehr ärgerlich ist das dann, wenn die Frau ihrem Mann die Planung des kommenden Tages erklärt, und weil kein Widerspruch kommt, glaubt sie, ihr Mann wäre einverstanden – in Wirklichkeit aber hat er keinen blassen Schimmer, was da auf ihn zukommt.
Ein offenes Ohr füreinander haben, das heißt: Wirklich hinhören und hinsehen!
Nicht nebenher Whatsapp lesen oder auf den Fernseher starren.
Stattdessen die Wünsche und Gefühle des Anderen wahrnehmen.
Die Zwischentöne heraushören.
An den Augen ablesen, wie die Worte gemeint sind, die ich gerade höre.
Haben sie also bitte nicht nur offene Ohren, sondern auch offene Augen füreinander.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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