Andacht zum 3. August 2019: Die verlorene Ameise

Kürzlich hatte ich in der Kirche während meines Gottesdienstes einen ungewöhnlichen Gast, der vor meinen Augen über meine Altarbibel krabbelte: Eine kleine Ameise!
Wie kommt die in unsere Kirche? Wahrscheinlich ist vielleicht kilometerweit vonentfernt auf einer der Blumen, die jetzt hier in der Vase stehen.
Was wird aus ihr werden? Zurück zu ihrem Ameisenhaufen wird sie wohl nie mehr finden können. Sie hat ihre Heimat verloren – wird einsam durch die Kirche und den Kirchgarten irren. Verhungern muss sie ja nicht … aber für den Rest des Lebens abgeschnitten von ihrem Genossen – das ist schon seltsam.
Was bin ich froh, dass wir Menschen keine Ameisen sind. Manchmal verschlägt es uns ja auch quer über den Globus. Weit weg von der Heimat. Aber wir können etwas, was die Ameise wohl nicht kann: Neue Kontakte knüpfen! Beziehungen aufbauen. Freunde finden.
Das ist etwas Wunderbares! Und diese Fähigkeit sollten wir immer wieder üben! Offen aufeinander zu gehen. Fremden Heimat bieten. Das macht uns zu Menschen und unterscheidet und von den Ameisen.
 Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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