Andacht zum 29. August 2020: Vergiss die Gastfreundschaft nicht!

Bei einer Familie, die ich nicht weiter kenne, will ich eigentlich nur meine Tochter, abholen. Zusammen mit einer Schulfreundin hat sie dort ein Referat vorbereitet. Da bugsiert mich die Mama sofort in die Küche, mit einer Bewegung wird der ganze Krempel auf dem Esstisch zusammengeschoben, damit Platz wird für zwei Gläser … “ich hab da grad einen Silvaner offen … und von den Mädels ist noch ein Eckchen Pizza übrig.” Da kommt der Mann des Hauses rein, wir trinken, essen, reden von den Kindern, von beruflichen Sorgen, weil sein überstandener Schlaganfall manches mühsam macht.

Eine halbe Stunde mit wildfremden Menschen – eine Begegnung, die allen gut getan hat. Nähe, die keinen langen Anlauf brauchte, weil die offene Haustür noch so viel mehr geöffnet hat..

“Vergiss die Gastfreundschaft nicht” heißt es an einer Stelle in der Bibel. Und ich will gleich sagen: Ja, aber bei mir daheim schauts doch aus wie Sau …

Aber da fällt mir der Tisch bei der Familie ein … und ich weiß nicht mehr, was da auf dem Tisch herumlag. Aber diese Menschen werde ich nicht vergessen.

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