Andacht zum 27. Februar 2016: Snapchat

Seit zwei Jahren gibt es für Smartphones die App “Snapchat”. Damit kann ich Bilder verschicken, die dem Empfänger dann nur ein paar Sekunden lang gezeigt werden, bevor sie sich dann automatisch selbst löschen. Da schickt mir ein Kollege einen lustigen Schnappschuss, ich schaue ihn mir an … und schon ist es wieder vorbei. Die Datei hat sich selbst vernichtet; ein zweites Mal kann ich mir das Foto nicht mehr ansehen.

Eigentlich läuft dieses Programm das ja völlig gegen den Trend: Alles muss fotografiert und für die Ewigkeit festgehalten werden: Das Mittagessen, der Kindergeburtstag, der Sonnenuntergang. Also echt Wenn beim tiefroten Sonnenuntergang am Strand alle nach ihrem Handy rennen, um dieses Schauspiel aufzunehmen, dann frage ich mich: Was willst du mit diesem Video? Nimm doch stattdessen jetzt deine Liebste in den Arm, und genieße diesen Moment, der sich eben nur in diesem wenigen Minuten bietet.

Diese kleine App auf dem Smartphone erinnert mich: Wir können das alles nicht wirklich festhalten! Wir leben immer im Moment und aus dem Moment heraus. Wenn ich einen schönen Augenblick nicht dann genieße, wenn er sich mir bietet, dann ist er eben bald vorbei.
Die besonderen Momente sind eine Sache des Augenblicks. Genieße sie dann, wenn sie da sind.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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