Andacht zum 27. Dezember 2019: Das Jesuskind umtauschen

Endlich sind sie rum, die Feiertage. Die Geschäfte machen wieder auf, und etliche Leute marschieren in die Läden um ihre Weihnachtsgeschenke umzutauschen. Ist der Pulli zu klein, hat man das Buch schon doppelt, ist die Krawatte zu schrill: Gutschreiben und umtauschen – das ist die Lösung.
Ich stelle mir vor: Da ist einer unterwegs, mitten ins Nürnberg, er hat das Jesuskind dabei und drückt es dem Pfarrer der Lorenzkirche in die Hand: „Ich weiß schon: Gott schenkt uns seinen Sohn. War ja gut gemeint, aber irgendwie kann ich den nicht gebrauchen. Ich hätte doch lieber was praktischeres“.
Tja, zu Weihnachten wird er gern genommen, der holde Junge in der Krippe. Schließlich gehört er da irgendwie dazu.
Aber: Der wird ja auch mal groß! Und dann fängt der an über Nächstenliebe und Gerechtigkeit zu erzählen. So manches Unbequeme wird er sagen, aber er kann zugleich mit seinen Worten auch viele neue Ideen ins Leben bringen.
Da wäre es doch schade, wenn wir ihn schon ein paar Tage nach Weihnachten würden.

Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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