Andacht zum 26. Januar 2019: Worüber man sich ärger kann – aber nicht muss!

Zur Zeit werde ich auf Facebook von Tierfotos genervt. Was da alles geteilt wird: Der Dackel, der eine Operation braucht. Der verschwundene Labrador. Die neugeborenen Meerschweinchen, eine tot aufgefundene Katze. Und traurig schauende Viecher aus Tierheimen, die ein neues Zuhause suchen.

Keine Ahnung, warum, facebook mich damit bombardiert – wollen die mich ärgern?

Aber wie war das vor knapp einem Jahr? Da war meine Timeline voll mit Hassbotschaften und schwachsinniger Propaganda. Alle Flüchtlinge waren da Vergewaltiger, Merkel eine Volksverräterin und die Presse von den Juden gesteuert. Mannomann – damals hätte ich mich über so eine harmlose „Bello sucht Herrchen“-Meldung gefreut.

Also eigentlich müsste ich mich dann ja über die ganzen Viecher in meiner facebook-Timeline freuen. Denn wo die bellen und maunzen, brüllt schon mal kein menschlicher Hassprediger. Tja: Ärgern kann man sich immer über irgendwas. Aber manchmal kann man froh sein, dass der Grund meines Ärgers eigentlich fast nicht der Rede wert ist

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