Andacht zum 22. Januar 2019: Das Adam-und-Eva-Spiel

„Ich kann da gar nichts dafür!“ Ruft Adam laut. „Das war die Eva! Die hat mir den Apfel gegeben. Wenn ich gewusst hätte, dass der vom verbotenen Baum war….“

Adam und Eva im Paradies – wie ein altes Ehepaar, des sich drum streitet, wer von beiden Schuld daran hat, dass da irgendetwas schief gelaufen ist. Immer solls der andere gewesen sein. 

Das hat damals im Paradies schon nichts geholfen, aber bis heute versuchen wir es immer wieder: Die eigene Schuld dadurch zu minimieren, indem man feststellt: Der Andere hat ja auch seinen Teil daran – und wenn der damals nicht dasunddas getan hätte, dann wäre alles gar nicht so schlimm gekommen.

Adam und Eva sind damals beide aus dem Paradies geflogen. Gott hatte ihr Spielchen durchschaut. Die Streiterei und die gegenseitigen Verletzungen hätten sie sich sparen können.

Aber Gott  hat sie nicht aufgegeben: Er hat ihnen Höschen aus Feigenblättern gemacht, weil sie sich nackt gefühlt haben, und hat sich auch weiterhin um sie gekümmert. Wohl weil er verstanden hat, dass wir immer wieder Fehler machen.

Ob Gott  allerdings versteht, warum wir dennoch immer wieder Andere für eigene Fehler verantwortlich machen, da bin ich mir nicht so sicher.

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