Andacht zum 24. November 2015 – Gott sieht mich

„Denn die einen sind im Dunkeln, und die andern sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht“.
Guten Morgen, was ich eben gelesen habe, ist wohl der bekannteste Satz aus Brechts Dreigroschenoper. Und auch nach über 80 Jahren ist er immer noch nicht überholt.

Trotz Fernsehen und Facebook: Viele Menschen tauchen irgendwie nie auf – scheinen keine Rolle in unserer Welt zu spielen – sind nicht im Rampenlicht, bekommen keinen Applaus und auf facebook drückt keiner den „like-Button“.

In der Bibel wird von Hagar erzählt. Eine Dienerin, die von ihrem Herrn schwanger wird und aus dem Haus flieht. Eine Frau mit großen Sorgen und nur kleinen Hoffnungen. Aber dann erscheint ihr ein Engel, der ihr einen Weg zeigt, wie ihr Leben weitergehen kann. Kein einfacher Weg – aber erste Schritte in die Zukunft.
Darauf antwortet sie mit einem Satz: „du bist ein Gott, der mich sieht“.
Dieser Satz ist wie gemacht für uns alle, die wir manchmal den Eindruck gewinnen: Ich gehöre zu der Masse im Dunkeln. ich bin nicht systemrelevant; nach mir dreht sich auf der Straße keiner um. „Du bist ein Gott, der mich sieht“.

Hagar hat gelernt: Ich habe einen Gott, der mich sieht. Dem bin ich nicht egal.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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