Andacht zum 8. November: Der Kümmel (Radioandachten-Reihe über Gewürze)

Guten Morgen,
in dieser Woche lasse ich mich mal von meinem Gewürzregal zu meinen Andachten inspirieren. Zum Beispiel vom Kümmel, der steht da ganz weit oben rechts. Das hat schon einen Grund, weshalb der so weit abseits steht. Ich fand ihn schon als Kind ekelhaft. Wenn es daheim Bratkartoffeln gab, hat meine Mutter davon jede Menge über die Kartoffeln gegeben. Beim Sauerkraut wars genauso. Furchtbar! Wie kann man nur so skrupellos die leckeren Bratkartoffeln und das Sauerkraut mit Kümmel derart verhunzenInzwischen bin ich schlauer. Der Kümmel enthält ätherische Öle, die die Verdauung anregen und viele Speisen bekömmlicher machen.
Da habe ich es mal wieder: Das, was mir nicht schmeckt, das was mir nicht passt, ist das, was die ganze Chose erst zu etwas macht, was mir gut tut. Beim Sauerkraut leuchtet es mir ziemlich schnell ein – das der Kümmel mir hilft, später keine Scherereien zu haben. Sonst im Alltag frage ich mich schon öfter, weshalb immer mal wieder irgendetwas passiert, oder irgendjemand etwas tut, was eigentlich total überflüssig und nur ärgerlich erscheint.
Da könnt ich manchmal verrückt werden – “was soll das, es könnte doch alles so schön sein… ohne… ach…” – Aber dann denke ich an den Kümmel auf meinen Bratkartoffeln. Und hoffe insgeheim… das es doch für irgendwas gut ist.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.