Andacht zum 18. August 2018: Glück sammeln, genießen, oder vor sich her schieben?

Manchmal stelle ich mir vor, das Glück des Lebens liegt einfach so auf der Straße, wie die Blätter im Herbst. Und ich stelle mir vor, jeder Mensch hätte einen Besen, mit dem er das Glück für sich zusammenkehren könnte.
Und da erwische ich mich dabei, dass ich gerne und fleißig dieses Glück zusammensammle. Immer größer wird dieser Haufen, den ich da vor mir her schiebe. Und ich freue mich schon drauf, dass ich irgendwann dieses Glück dann einmal genießen könnte – aber jetzt bin ich ja noch mit zusammensammeln beschäftigt. Und das ist manchmal ganz schön anstrengend.
Und eigentlich ist es ganz schön dumm!
Glück vor sich herschieben, statt es dann zu genießen, wenn es sich gerade bietet.
In einem Psalm heißt es: „Sie sammeln, und wissen nicht, wer es einbringen wird“ – dass ist das Schicksal der Glücks-Ansammler, die hoffen, so irgendwann das große Glück zusammengebastelt zu haben – aber wer weiß schon, was das Leben noch bringt…
Darum will ich die Glücksmomente in dem Aufgenblick dankbar genießen, in dem sie mir geschenkt werden.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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