Andacht zum 17. Juli 2018: Datenvolumen aufgebraucht

“Sehr geehrter Kunde. Ihr Datenvolumen ist aufgebraucht. Sie surfen ab sofort mit reduzierter Geschwindigkeit” – Wie ich diese Botschaft auf dem Smartphone hasse!
Effektiv geht dann fast nichts mehr! Surfen, Lieder streamen, Fotos verschicken: Das kann ich getrost vergessen.
Grade mal “ich fahr jetzt los” kriege ich über Whatsapp verschickt. Ich merke schon, dass dadurch meine Kommunikation ziemlich abgewürgt wird. Da ist der Begriff Datendrosselung wirklich passend.
Aus meiner Erfahrung als Christ kenne ich das gleiche Phänomen ganz ohne digitales Drumherum. Manchmal habe ich einen richtig guten Draht zu meinem Gott. Da passt alles, keine offenen Fragen, und abends erzähle ich ihm groß und breit, was mir durch den Kopf geht.
Und dann gibt es Zeiten, da ist alles wie abgewürgt. Da hab ich keine Lust zum Beten, weil gefühlt auch nichts zurückkommt. Weil ich diesen Gott dann grade auch nicht verstehe. Da reichts grade mal für ein “lieber Gott, hilf, dass der Tag gut wird”.
Aberr: Beim Smartphone wie beim Draht zu Gott ist die Hängepartie irgendwann auch mal rum – und man kann neu anfangen. Dann flutschen sie wieder – die Sprachnachristen – die an Freunde und die an meinen Gott.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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