Andacht zum 15. Juli 2015 – Finishermedaille

Guten Morgen,
an diesem Wochenende startet in Roth wieder der Triathlon. Die große Challenge über die Ironman-Distanz und auch ein Bambini-Lauf für die kleinen.
Natürlich gibts für alle, die ins Ziel kommen, eine Finisher-Medaille. Wer es schafft, wer sich durchbeißt und nicht aufgibt, bekommt nach der Ziellinie die begehrte Medaille umgehängt – die zeigt: Ich habs geschafft!.
Zumindest die Kinder sind scharf drauf. Die Erwachsenen freuen sich, aber letztlich hängt das Ding dann doch irgendwo verstaubt neben den anderen Finisher-Medaillen der letzten Jahre. Weil es für die meisten Sportler eher normal ist, den gestarteten Lauf auch bis zum Ende durchzuhalten.
Echte Finisher-Medaillen sollten manche für ihr Leben bekommen.
Eltern, die ihre Kinder großziehen, sie auch in der Phase der Pubertät aushalten, und trotz mancher Rückschläge zu ihrem Kind stehen – bis es endlich auf eigenen Beinen steht.
Familienangehörige, die ihre alten pflegebedürftigen Eltern versorgen und diese bis zum allerletzten Atemzug begleiten.
Paare, die zusammenbleiben, obwohl es gerade nicht einfach ist. Die an ihrem Versprechen, festhalten: „in guten und in bösen Tagen“. Die immer wieder den Weg zueinander suchen, und die Hoffnung nicht aufgeben, dass es eine gemeinsame Zukunft geben kann.
Für das alles gibt es keine Medaillen – aber es gibt etwas, was deutlich wertvoller ist:
Die wunderbare Erfahrung: ich habe etwas Gutes erreicht habe, weil ich nicht vorzeitig aufgegeben habe.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen.

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