Andacht zum 13. April 2020: Der Jünger Kleopas

Kleopas ist einer meiner Lieblingsjünger in der Bibel. Es wird nur an einer Stelle von ihm erzählt – und zwar am Ostertag: Da wandert er mit einem anderen Jünger von Jerusalem  zum Dörfchen Emmaus. Sie sind immer noch entsetzt von der Kreuzigung Jesu. Und dass da einige erzählen, Jesus wäre auferstanden, das will ihm schon gar nicht in den Kopf.

Bis den beiden ein Wanderer begegnet, der ihren trögen Gedanken auf die Sprünge hilft und sie allmählich verstehen: Dass Jesus gestorben ist, bedeutet ja nicht, dass er gescheitert ist. Und irgendwie leuchtet ihnen dann auch ein, dass Gott ihn von den Toten auferweckt – als Zeichen, dass dieser Jesus tatsächlich von ihm gesandt ist.

Auf dem Weg denken Kleopas und sein Freund genau darüber nach … und dann fällt irgendwann der Groschen … und alles erscheint für sie in einem neuen Licht.  

Deshalb ist mir Kleopas so sympathisch! Er stellt offen seine Fragen, und hört genau hin, wenn jemand versucht ihm etwas zu erklären. Für mich ist er ein geheimer Held der Ostergeschichte:

Weil sich nicht selber für schlau gehalten hat und zuhören konnte – hat er Dinge verstanden, an denen manche heute noch knabbern.

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