Andacht zum 12. Dezember 2015: Meine kleinen Sorgen

Guten Morgen,
heute vor einer Woche, das war der Hammer. Es war ja eh alles chaotisch … Wegen der Baustelle von dem Haus kam man kaum rein und raus. Dann geh in unseren Kindergarten, um das neue Telefon anzuschließen (was man als Pfarrer so alles machen muss) – aber das wollte einfach nicht gelingen, es war zum Haare raufen. Dann gehe ich heim, um nach ein paar Kabeln zu suchen, da geht daheim, auch kein Telefon!
Die Leute von der Baustelle haben unser Telefonkabel erwischt. Super!
Also mit dem Handy versucht, die Probleme bei unserem Telefonanbieter zu melden – aber mach das mal mit vier unterschiedlichen Verträgen als Kirche, Kindergarten, Diakonie und Privatperson! Und keine Abteilung weiß die andere tut. Was man da erlebt … das glaubt einen kein Mensch.

 Obwohl, ich glaube, es gäbe viele Millionen Menschen, die hätten gerne meine Probleme – weil das ein Witz ist, im Vergleich zu  den Sorgen und Schwierigkeiten die sie haben.
Da geht es wirklich um was. Sie leiden an schweren Krankheiten, stehen in kaum lösbaren Konflikten, kämpfen ums nackte Überleben.
Und ich jammere da rum weil das Telefon nicht geht. Nein eigentlich müsste ich dankbar sein, weil ich keine größeren Probleme habe. Dankbar sein, für meine kleinen Problemchen – und auch ein bisschen demütig: Denn dass da nichts Schlimmeres über mich hereingebrochen ist – denn es ist ja nicht meine Leistung, das ist einfach ein Geschenk.
Einen guten Tag wünsche ich Ihne

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