Andacht zum 10. Juni 2017: Spätzünder

Tim hat es im Kindergarten nicht leicht. Immer wieder ist er langsamer und später dran als der Rest der Gruppe. Da wo Julius-Maximilian schon fehlerfrei auf Englisch bis zwanzig zählen kann, hat Tim immer noch Schwierigkeiten, eine Blume in den richtigen Farben auszumalen.
Tim, das Träumerle. Ein klassischer Spätzünder. Solche gabs schon immer.
Und ich liebe es, wenn so ein ehemaliger Spätzünder später als Erwachsener auch mal den Mut hat, davon zu erzählen, dass er als Kind eine Zeitlang immer der war, der als letzter irgendwas hinbekommen hat. Bis der Moment kam, dass auch bei ihm der Knoten geplatzt ist – einfach so! Und innerhalb kürzester Zeit, haben sich all die wunderbaren Begabungen und Talente gezeigt, die ihm sein Herrgott geschenkt hat. Und jetzt, wo er zufrieden auf sein Lebenswerk schaut, fragt niemend mehr nach seinem Rückstand in der Grundschule.
Da hätten sich die Eltern die ganzen sorgenvollen Gedanken sparen können. Einfach darauf vertrauen, dass Gutes manchmal etwas länger braucht, bis es gereift ist und zum Vorschein kommt.
Was uns da manchmal fehlt, ist Vertrauen in unsere Kinder – und Vertrauen in den Schöpfer, der jeden einzigartig macht – Mit individuellen Talenten und individuellem Tempo.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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