Andacht zum 1. Dezember 2015: Vollgestopftes Leben

Guten Morgen,
Messies – das sind sie Leute, die daheim in einem unglaublichen Chaos leben. Sie schaffen es nicht, sich von Überflüssigem zu trennen – und so stapeln sich Bücher neben Versandhauskartons, alte Zeitungen bilden eine wackelige Pyramide –  es ist ein Elend, und als Besucher dreht man instinktiv gleich wieder um:
Denn da findet man auf Anhieb keinen Weg durch dieses Wirrwarr, und es ist auch nirgends Platz, wo ich man sich hinsetzen könnte – es ist ja alles so voll!
Im Advent sagen wir so gerne: Wir warten auf des Jesuskind. Hoffen, dass es seinen Weg zu uns findet, und sein Licht in unser Leben scheint. Ob dieser Jesus manchmal auch lieber umdreht? Weil mein Leben so vollgestopft ist, wie die Wohnung eines Messies: Alles ist wichtig, ein Termin jagt den Anderen, an so vieles muss ich gleichzeitig denken …. wo soll im Advent dieser Jesus in meinem Leben noch Platz nehmen können? Welches Eckchen, welche Nische könnte ich ihm freiräumen?
Wie ein Messie muss ich mich da wohl überwinden, und einfach mal ausmisten. Abstriche machen. Loslassen. Wichtiges und Unwichtiges trennen.
Damit wieder Platz wird in meinem Leben – Platz für mich selber, und Platz für diesen weihnachtlichen Gast, dem Kind in der Krippe, das auch einst mit ganz wenig ausgekommen ist.

 

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