Andacht zum 9. Februar 2016: Die Zahnbürste

Guten Morgen,
zwei mal täglich ziehe ich bei uns im Badezimmer in den Kampf. Mit Zahnpasta und Bürste rücke ich den Kariesbakterien und Belägen auf die Pelle. Schon als Kind habe ich gelernt, dass Karies und Baktus der Feind meiner Beißerchen sind. Aber so gut und sorgfältig ich auch putze: Ein endgültiger Sieg über den Feind ist nicht in Sicht. Ich werde wohl mein Leben lang putzen müssen. Immer wieder, Tag für Tag.
Ein Kampf, bei dem es einfach keine Chance auf den Sieg gibt. Da könnte ich auch sagen: Wenn ich nicht gewinnen kann, dann spare ich mir die tägliche Mühe. Zahnärzte wissen ein Lied davon zu singen, wie das im Mund aussieht, wenn jemand den Kampf, den man nie gewinnen kann, gar nicht erst führt
Im Leben hat man öfter solche Kämpfe, von denen man ahnt: Bei diesem Konflikt oder Problem wirst du dich ewig abrackern, Zeit und Energie aufwenden ohne Aussicht, das mal als erledigt abhaken zu können.
Eine problematische Beziehung zu den eigenen Eltern oder Kindern.
Der Kampf mit der überwundenen Alkoholabhängigkeit
oder eine schlimmes Erfahrung, die mich immer wieder einholt.
Manches bleibt im Leben … mit Siegen … mit Niederlagen .. ohne Aussicht auf ein Ende. Aber den Kampf aufgeben – nichts tun – sich geschlagen geben: Das ist, wie beim Zähneputzen, wirklich keine Alternative.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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