Andacht zum 8. Februar 2020: Der Mensch denkt, Gott lenkt

„Der Mensch denkt, Gott lenkt“ – den Spruch kennt, glaube ich jeder. Meistens fällt er dann, wenn irgendetwas schief geht; wenn trotz sorgfältiger Planung letztlich alles anders kommt. Oft genug steckt da auch eine ordentliche Portion Spott oder Schadenfreude mit drin.
Eigentlich ist der Spruch aus der Bibel geklaut. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man, dass er da ein bisschen anders steht: Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. Mein Herz erdenkt sich meinen Weg, ja das Herz mit all seinen Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten, das treibt mich ja manchmal ganz schön um. Mal ganz impulsiv, ein andermal ganz verzagt. Das ist ja auch nicht immer alles nur vernünftig.

„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt“ – vielleicht ist es wirklich manchmal ganz gut, dass Gott mich nicht mit meinen unausgegorenen Ideen alleine lässt.
Dass es dann doch anders kommt, als gedacht, das ist dann manchmal gar kein Grund für Schadenfreude, sondern manchmal auch ein aufatmen, weil es ganz gut war, das es anders gekommen ist, als geplant.

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