Andacht zum 6. Januar 2020: Die Perspektive der Christbaumkugel

Guten Morgen
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als kleiner Junge an Weihnachten ewig vor den grünen und roten Christbaumkugeln gesessen habe.  Ganz dicht bin ich da hin:  Der ganze Raum hat sich in der Kugel gespiegelt aber das Faszinierende war, dass ich mich in der Kugel ganz verändert gesehen habe. Eine riesige dicke Knollennase, breite Bäckchen, eine fliehende Stirn, die Haare waren kaum zu erkennen.
So ist das bei der Christbaumkugel: Was im Mittelpunkt ist, erscheint riesig, die Dinge am Rande werden verschwindend klein.  Das macht überhaupt Weihnachten aus: Dass wir unsere Perspektive verändern:
Plötzlich ist Jesu Geburt, ist Gott ein zentrales Thema. Dabei gehen viele sonst eher selten in die Kirche.
Liebe wird wichtig, obwohl wir uns sonst gerne in die Pfanne hauen.
Wir nehmen uns Zeit, wollen endlich mal nicht rumstressen wie sonst.
Und vieles andere, das immer so wichtig scheint, wird für ein paar Tage zu Nebensache.
Dafür liebe ich dieses Fest: Dass wir einfach mal wieder das wichtige ins Zentrumrücken.
Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

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