Andacht zum 22. Juli 2017: Wohnung Gottes

Guten Morgen
Wenn wir von unseren Kirchen reden, sagen wir auch gerne: Gotteshaus oder Wohnung Gottes. Obwohl wir ja ahnen, dass sich dieser unsichtbare Gott nicht so einfach auf ein bestimmtes Gebäude festlegen lässt.
Und das ist eigentlich schon immer so gewesen. Den ersten Tempel, der in der Bibel beschrieben wird, hatte König Salomo gebaut. Und schon bei der Einweihung dieses Gotteshauses fragte sich der König nachdenklich: „Wie soll dieses Gebäude Gott fassen, wenn er größer ist, als diese ganze Welt?“
Na toll! Wozu dann überhaupt der ganze Aufwand, die Kosten und Mühen für so ein prächtiges Gotteshaus?
Ganz einfach: Weil wir manchmal einen Ort brauchen, an dem wir uns in besonderer Weise mit Gott verbunden fühlen. Einen Raum, der angefüllt ist mit der Atmosphäre des Glaubens. Ein Gebäude, das mich verbindet mit den Anderen, die den gleichen Glauben haben. Wo Menschen ihren Gott gelobt, ihm gedankt oder ihr Leid geklagt haben – durch die Jahrhunderte hindurch.
Dann wohnt Gott für mich doch irgendwie in diesem Haus – weil ich ihn da ganz besonders intensiv spüre.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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