Andacht zum 14.März 2020: Wir essen Alfred

Sie haben Alfred gegessen! Tatsächlich! Alfred lag am Sonntag auf dem Tisch. Mit Klößen und Blaukraut. Zwei Wochen vorher hatten die Kinder den Stallhasen ihres Opas noch gestreichelt – und jetzt gabs beim nächsten Opa-Besuch den Alfred zum Mittagessen.
Das ist schon hart! Vor allem, wenn man irgendwie schon so eine Beziehung zu einem Tier hat, ihm sogar einen Namen gegeben hat. Das dann zu essen …?

Da ist das namenlose Kaninchen aus der Supermarktgefriertruhe irgendwie unproblematischer – oder?

Naja: In meiner Bibel habe ich bei Adam und Eva gelesen: „Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen. Und der Mensch gab einem jeden seinen Namen.“ Tja, die hatten damals anscheinend auch das Problem. Da geben sie jedem Tier einen Namen – kann man die dann einfach so schlachten und essen?

Ehlich gesagt: ich liebe fränkische Bratwürste und auch einen Sonntagsbraten – aber wenn ich an Alfred, Adam und Eva denke – dann ist mir am nächsten Sonntag doch eher nach einem Nudelauflauf.

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