Andacht zum 19. Dezember 2017: Dankbarkeit

Guten Morgen,
plötzlich war es vorbei mit dem Zähneputzen am letzten Freitagabend. Irgendwas war mit meinem Arm, dass ich ihn nicht mehr gescheit hochheben konnte. Das hat so fies weh gehtan …
Der Hausarzt hatte ja schon geschlossen – also kramte ich eine Schmerzsalbe heraus, und ich fing an zu googeln, was ich da wohl habe.
Für einen Hypochonder wie mich, ist das keine gute Idee: Denn die Suchergebnisse prophezeiten mir aufwendige Therapien, Operationen und unsichere Heilungschancen. Ich hatte echt einen Riesenbammel
„Lieber Gott, lass das bloß wieder gut werden…“ dieser Gedanke war an dem Wochenende mein steter Begleiter.
Jetzt, ein paar Tage später, ist alles wieder in Ordnung. So wie die Schmerzen gekommen sind, so sind sie wieder verschwunden. Fast genauso schnell war auch vergessen, wie sehr ich meinem Gott mit der Bitte in den Ohren gelegen war, dass alles wieder gut wird.
Ja, das alte Klischee, dass die Menschen in Schwierigkeiten nach Gott fragen und danach, nicht mehr nach ihm denken – das ist halt nur allzu menschlich. Darum nehme ich mir heute vor: Einen Tag lang froh zu sein, dass mein Arm wieder fit ist – und dabei jedesmal Gott dafür dankbar zu sein, dass es mir so gut geht.