Andacht zum 14. April 2018: Kompasse

Auf meinem Schreibtisch liegen momentan 16 Kompasse. Für eine Aktion mit unseren Konfirmanden habe ich die besorgt. Nacheinander jeden einzeln ausgepackt und dann einfach so auf die Tischplatte gelegt. Kreuz und quer. Ich sehe dabei: Sobald der Kompass ruhig auf dem Tisch liegt, pendelt sich die Nadel langsam in Nord-Süd-Richtung ein. Bei jedem einzelnen. Der eine schneller, der andere ist etwas träger. Am Ende zeigen sie alle in die gleiche Richtung. Ausgerichtet an dem unsichtbaren Magnetfeld, das unseren Planeten durchzieht.
Wenn man sich das vorstellt: Die feine sanfte Kraft dieses Magnetfeldes – sie durchzieht alles, was auf dieser Erde existiert. Sie ist da, ohne dass wir Menschen sie sehen oder spüren können. Und doch bewirkt sie so viel: Tiere orientieren sich nach diesen Magnetfeld. Und inzwischen, weiß man auch, dass dieses Feld uns vor tödlicher Strahlung aus dem Weltraum schützt.
Wer weiß, was noch so alles unseren Kosmos durchzieht – ohne dass es dafür Messgeräte oder Sinneszellen gibt. Welche Kraft uns Orientierung gibt und vielleicht auch so eine Schutzfunktion entfaltet – ohne dass wir davon eine Ahnung haben.
Und wenn ich von “Gott” rede – überlege ich mir, ob er mit dem Magneteld besser zu vergleichen wäre, als mit einem alten Mann auf einer Wolke.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen

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