Andacht zum 29. Juli 2017. Als Küken Gottes

Guten Morgen
Haben Sie schon mal in einem Hühnerstall beobachtet, wie die ganz jungen gelben Küken auf ihren kurzen Beinchen zur Henne hintrippeln und unter deren Flügel schlupfen? Wie sie dann aufgeregt piepsen, dicht aneinander gekuschelt unter den Flügeln der Henne.
Das hat in unserer modernen Landwirtschaft, wo die Eier im Automaten ausgebrütet werden, Seltenheitswert. Aber wer das mal gesehen hat, den lässt dieses Bild der geborgenen Küken so schnell nicht mehr los.
Da ist es wohl kein Zufall, dass in der Bibel Gott auch einmal als Henne beschrieben wird, die ihre Küken unter ihren schützenden Flügeln versammelt.
Ehrlich gesagt, fühle ich mich nicht unbedingt als Küken Gottes. Da bin ich vielleicht doch ein bisschen zu alt. Aber Gott als Henne, unter dessen Flügel ich mich geborgen fühlen kann, das gefällt mir! Wenn es mir mal nicht so gut geht, zu beten: „Lieber Gott breite deine Flügel über mir, ich muss ein bisschen bei dir kuscheln – weil die Welt mir gerade Angst macht“ – Dann bin ich vielleicht doch ein bisschen ein Küken Gottes.
Einen guten Tag wünsche ich Ihnen